Studiengebühren
Studiengebühren sind in unseren Augen eine enorme finanzielle Hürde für die Aufnahme eines Studiums und zementieren quasi die schon in der Schule begonnene Selektion der Schüler. Weiterhin erfüllen sie ihren eigentlichen Zweck, nämlich "die Verbesserung der Lehre" wenn überhaupt, nur unzureichend. Unsere Position daher: Studiengebühren in der jetzigen Form gehören abgeschafft! Zur Untermauerung unserer Positon, an dieser Stelle ein paar Zahlen.So vergrößerte sich etwa der Anteil von Studenten aus der höchsten Sozialschicht von 17 % (1982) auf 37 % (2003). Gleichzeitig sank im selben Zeitraum die Zahl der Studierenden aus den untersten Herkunftsmilieu von 23 % auf gerade einmal 12 %. (vgl. Allmendinger / Nikolai, 2006:33/34) Zu beachten ist hierbei, dass 2003 noch nicht einmal Studiengebühren erhoben wurden, d.h. die Schwelle zur Aufnahme eines Studiums nochmals erhöht wurde. Gerade für Jugendliche aus sozial schwächeren Familien, geht es demnach nicht unbedingt danach ob sie die nötigen Leistungen & Fähigkeiten mitbringen. Vielmehr geht es darum, ob ein Studium überhaupt finanzierbar ist. Sozialverträgliche Studiengebühren, wie sie oftmals propagiert werden und wurden, gibt es in unseren Augen derzeit nicht. Das Bafög allein kann sie nicht kompensieren, Studienkredite führen zur wachsenden Verschuldung und Stipendien gibt es nicht in dem Maße, wie es erforderlich wäre.